Betriebsphilosophie

Hier erzähle ich, wie ich die Anlagen bediene, wie die Konzepte aussehen und was für Ziele ich verfolge.

Allgemeines.

Ich habe zwei Anlagen gebaut, eine Stationäre mit den Massen ca. 600 x 340 cm und eine Modulanlage, bestehend aus der Station Surava und rund einem Dutzend Strecken-Modulen. Beide Anlagen lassen nur einen Punkt zu Punkt-Verkehr zu. Ich persönlich bin kein Anhänger von Kreisverkehr-Anlagen und schliesse diese Art Betrieb von vornherein aus. Auf beiden Anlagen ist Fahrplanbetrieb möglich.

Die Betriebsabläufe in Bebra unterscheiden sich in wesentlichen Teilen von denen in Surava. Bebra ist ein Kopfbahnhof und verlangt deshalb viele Manöverbewegungen. In Surava als Durchgangsbahnhof werden vor Allem Güterwagen zu- und weggestellt. Sonderzüge können hier längere Zwischenhalte einlegen. Wichtig sind auch Kreuzungen der grossen Schnellzüge. Ab und zu setze ich Pendelzüge ein.

Ziel auf beiden Anlagen ist Fahrplanbetrieb. Auf Grund von Originalplänen werden Abläufe, bzw. Zugfolgen festgelegt, die der Wirklichkeit entsprechen könnten. Die Zugfahrten und Manöver werden in einen Zeitraster integriert. Alles ist so aufgebaut, dass , wenn ich allein fahre, den Plan als "Ablaufplan" benutzen kann. Sind wir jedoch zu zweit oder gar zu dritt fahren wir auf Zeit. Der Einsatz eines Fahrdienstleiters ist im letzten Fall in Bebra Bedingung. Im Fahrplanbetrieb wird auf beiden Anlagen mit Echtzeit gefahren.

Fahrbetrieb in Bebra.

Von Bebra aus werden zwei Destinationen angefahren. Oertlich sind diese jedoch nicht getrennt. Das bedingt beim Planen der Abläufe eine gewisse Flexibilität und beim Betrieb eine sehr grosse Konzentration. Grundsätzlich werden alle Züge, die in Bebra einfahren "behandelt". Post-, Schlaf- und Speisewagen gehen zum Entlad (und Wiederbeladung/Bereitstellung) an die entsprechenden Dienstperrons, Güterwagen werden verteilt und die Züge zum Teil neu formiert. Lokwechsel ist selbstverständlich, angekommene Maschinen gehen ins BW. Züge die in Bebra enden, bleiben nur so lange wie nötig am Bahnsteig, Dampflokomotiven werden so rasch als möglich ins BW gefahren, das heisst, praktisch jeder Zug muss umgestellt werden. Bestimmte Züge sind während einer Betriebssession höchstens einmal im Umlauf.

Surava.

Hier gelten für den Betrieb etwas andere Gesetze. Wenn ich allein bin habe ich einen Ablaufplan, den ich frei gestalte. Die Zugskompositionen sind aber vorbildgetreu.

Ich gehöre einer Gruppe von 6 Personen an, die sich alle dem gleichen Thema, nämlich der Rhätischen Bahn (RhB) und der Furka-Oberalp-Bahn (FO), verschrieben haben. Insgesamt können wir eine Modulanlage von fast 80 Metern Länge mit den Stationen Andermatt, Sedrun, Disentis und Surava aufstellen. Dazu kommen noch drei Umsetzbahnhöfe, die die Funktion von Schattenbahnhöfen übernehmen. In der Gruppe wird dann sehr realistischen Farbetrieb gemacht. Das heisst, in Disentis gibt es zwingend Lokwechsel. Auch verkehren auf den Netzen der RhB und FO nur die dazu "berechtigten" Fahrzeuge, dies betrifft Zugfahrzeuge wie Wagenmaterial.

An dieser Stelle darf ich noch erwähnen, dass wir mir der ganzen Anlage im Herbst 1998 an der Modellbau Süd in Stuttgart waren. Eine Reportage über diesen Ausflug findet man im Eisenbahn-Magazin 5/99. Nebst einigen nationalen Präsentationen zeigten wir die Anlage im Oktober 2001 als Gast des BDEF an der Modell & Hobby in Leipzig. 2002 durften wir an derersten "Modellbau Bodensee" unser Schaffen zeigen.